Schon im Jahre 1850 zählte man im damaligen Oberamt Leonberg, zu dem auch Weil im Dorf gehörte, 1219 Bienenstöcke, wie sich aus der Oberamtsbeschreibung von 1850 entnehmen läßt. 1883 waren es dann schon 1302 Bienenstöcke. (siehe auch unter Verein / Zahlen)

Überall fanden sich in den darauffolgenden Jahrzehnten Bienenzüchter zusammen und gründeten Vereine. So auch im Leonberger Bezirk, dem damaligen Oberamt Leonberg.

Im Gasthaus “Adler” in Gebersheim saßen am 25. März anno 1889 Bienenzüchter beieinander, sprachen über ihre Sorgen und die Notwendigkeit, einen Verein zu gründen. Gemeinsam sind wir stärker, lautete die Ansicht von

  • Georg Schauffele
  • Johannes Schäuffele
  • Gustav Issler von Gebersheim
  • Johannes Schäuffele von Höfingen
  • Friedrich Issler
  • Bahnwärter Müller von Leonberg
  • G. Fr. Neipp von Heimerdingen

Man beschloß, die Bienenzüchter des Bezirks zu einer Versammlung nach Perouse im Gasthaus zur Linde auf Ostermontag, dem 22. April, einzuladen und zwar durch die Glems- und Würmgauzeitung und das Weil der Städter Wochenblatt


Gründungsversammlung am 22. April 1889

Auf erfolgte Einladung versammelten sich in der Linde in Perouse am Ostermontag, den 22. April 1889 eine Anzahl Bienenzüchter und wurde die Versammlung durch G. Fr. Neipp eröffnet. Damit auch ein Austausch der gemachten Erfahrungen möglich wurde, teilte derselbe seine eigenen Wahrnehmungen mit. Dieselben bestanden hauptsächlich darin, daß infolge des vergangenen schlechten Honigjahres auf manchen Ständen große Verluste, während auf anderen fast oder gar keine vorkamen. Die Ursache dieses Unterschieds findet der Redner darin, daß eben manche Imker ungenügend fütterten, wodurch die Bienen vor Hunger starben oder wurde zu spät gefüttert, dann konnten sie sich erst spät der Winterruhe hingeben, infolge dessen sie an der Ruhr erkrankten. Die Ruhr entsteht hauptsächlich durch starke Zehrung, wenn kein Reinigungsflug mehr stattfinden könne, außerdem auch durch schlechtes Futter. Auch wurden viele Völker schwach in den Winter gebracht, weil sie im Sommer wegen schlechter Tracht zu wenig Brut ansetzten. Es hätte da eine Fütterung im Juli viel genützt, was auch namentlich Herr Schulleiter Heidt von Rutesheim befürwortete. Auch sollte man mit dem Nothfüttern schon in der Kornernte beginnen und in großer Menge auf einmal, womit die Meisten einverstanden waren. Als bestes Futter wurde Kandis und namentlich Hutzucker empfohlen und zur Einwinterung für besser als Honig erklärt. Auch Fruchtzucker wurde als gut genannt, aber etwas teuer.

Hierauf wurde zum eigentlichen Zweck der Versammlung übergegangen, dass es nämlich im Nutzen der Bienenzüchter liegen würde in unserem Bezirk einen Verein zu gründen, womit alle Anwesenden einverstanden waren. Es wurde also der Verein als gegründet erklärt mit der Zahl von 21 Mitgliedern.

Ein Statutenentwurf von G. Fr. Neipp wurde einstimmig angenommen und beschlossen:
»Bienenzüchter und Freunde der Bienenzucht im Oberamt Leonberg und Umgebung bilden einen Verein unter dem Namen Bienenzüchterverein des Bezirks Leonberg. Zweck des Vereins ist die Hebung und Förderung der Bienenzucht durch regelmäßige Versammlungen, Halten von diesbezüglichen Zeitschriften und Büchern, Anschluß an den Landesverein, Vermittlung von Bezugs- und Absatzquellen, Ermöglichung gemeinschaftlicher Anschaffung von Kunstwaben usw.«

Mitglied aber konnte nur jeder unbescholtene Mann werden (Frauen hatten damals offensichtlich als Imkerin noch keine Chancen). Eine Mark Aufnahmegebühr und ein Jahresbeitrag von zwei Mark mußten entrichtet werden. “Wer bis 1. Februar jedes Jahrs nicht bezahlt hat”, heißt es in den Statuten, “muß sich gefallen lassen, daß der Betrag auf seine Kosten durch Nachnahme erhoben wird.”

Einstimmig wählten die Vereinsgründer das erste Gremium, das aus Vorstand, Stellvertreter, Kassier, Schriftführer und zwei Beisitzern bestehen musste. So sah das Wahlergebnis anno 1889 in der Linde zu Perouse aus:

Vorstand:Schullehrer Hoell aus Perouse
Stellvertreter:Schullehrer Heide aus Rutesheim
Kassier:Gemeindepfleger Schäuffele aus Gebersheim
Schriftführer:G. Fr. Neipp aus Heimerdingen
Ausschußmitglieder:Joh. Schäuffele aus Höfingen
Ludwig Armbrust aus Heimsheim

Die weiteren Gründungsmitglieder waren:

  • Metzger, Wundarzt aus Rutesheim
  • Schweizer, Küfer aus Flacht
  • Frohnmaier, George Küfer aus Flacht
  • Seitter Fr. Schmidt aus Heimsheim
  • Hasenmaier Gottlob aus Heimsheim
  • lssler Gustav aus Gebersheim
  • Schäuffele Joh. aus Gebersheim
  • Roux Louis aus Perouse
  • Hofmann J., Flaschner aus Weissach
  • Schaudt Friedr. aus Malmsheim
  • Rexer Fr. aus Warmbronn
  • Benzinger aus Merklingen
  • Olpp Christian aus Merklingen
  • Pfäffle Wilh. aus Merklingen
  • Riesch Joh. aus Heimerdingen

Nachdem nun die Wahl angenommen worden war, wurde noch über den Ort und Tag der nächsten Versammlung beraten. Die Wahl fiel auf Leonberg auf den 29. Juni Feiertag Peter und Paul im Gastshaus zur Sonne. Herr Vorstand erbot sich einen Vortrag zu halten über ein gewünschtes Thema und es wurde das Thema Ableger gewünscht. Leider mußte wegen vorgerückter Stunde geschieden werden. Doch ging jedes hochbefriedigt und fröhlich, mit dem Abschiedsgruß „Auf Wiedersehen in Leonberg“ und dem neugegründeten Verein ein „Glückauf“ wünschend, nach Hause.


Versicherung je Volk kostete sechs Pfennige

Dem jungen Verein war in den folgenden Jahren ein schneller Aufstieg beschieden. So zählte man Ende 1889 bereits 40 Mitglieder und bestellte die Bienenpflege als Vereinszeitung “Mitglieder, welche die Bienenpflege nicht lesen wollen”, hieß es in einem Beschluß, “müssen statt zwei Mark Jahresbeitrag nur 60 Pfennige bezahlen.”

Bei der Delegiertenversammlung des Landesvereins war der Abschluß einer Haftpflichtversicherung angeregt worden. “Der allgemeine Deutsche Versicherungsverein in Stuttgart hätte die günstigsten Bedingungen geboten,” legte Lehrer Hildebrand aus Schöckingen bei einem Vortrag am 30. November 1890 im Saal vom Gasthaus Sonne in Leonberg den lmkern ans Herz. Eine Entschädigung bis zu 50 000 Mark bei Körperverletzung und bis 150 000 Mark bei Sachbeschädigung biete die Versicherung an und das Volk koste nur 6 Pfennige. “Bei vollzähligem Beitritt aller Bienenzüchter des Vereins sogar nur 2 Pfg. und vielleicht noch weniger”, sagte Hildebrand.
Die Bienenzüchter beschlossen schließlich beizutreten und mußten pro Volk und Jahr fünf Pfennige bezahlen.

Erstmals an einer Ausstellung beteiligten sich einige Bienenzüchter des neugegründeten Vereins am 21. September 1891. Der Landwirtschaftliche Verein Leonberg hatte dazu eingeladen. Für eine außergewöhnlich gute Ausstellung von Bienenprodukten erhielten gleich fünf lmker Preise:

  • Christoph Maisch, Gerlingen 20 Mark
  • Johannes und Georg Schäuffele Gebersheim je 5 Mark
  • G. Fr. Neipp, Heimerdingen 15 Mark
  • Bahnwärter Müller 5 Mark
  • Vorstand Hoell 10 Mark

Die Mitgliederzahlen stiegen im Jahr 1895 auf 64 Bienenzüchter.

Wechsel hatte es in der Person der ersten Vorsitzenden gegeben. Nach Oberlehrer Hoell folgte G. Neipp aus Heimerdingen, der die Geschicke des Vereins von 1892 bis 1894 lenkte und von Christoph Maisch aus Gerlingen abgelöst wurde. Zehn Jahre lang stand dieser Vorstand den Bienenzüchtern vor, bis schließlich, von 1904 bis 1910, der Wirt des Gasthofs “Zur Rose“ in Schöckingen, H. Cless, folgte. Schwierige Zeiten hatte Hauptlehrer Hildebrand aus Ditzingen als Vorstand in den Jahren 1910 bis 1917 zu bewältigen. Der erste Weltkrieg hatte viele Bienenzüchter von ihrer Lieblingsbeschäftigung weggeholt, zum rauhen Kriegsgeschäft. So beschloß der Landesverein in Stuttgart den Mitgliedsbeitrag für all jene, “die zur Fahne einberufen worden waren” nicht zu erheben.


1914 – 25jähriges Jubiläum

Ein erfreuliches Ereignis konnten die Bienenzüchter aber kurz vor Kriegsbeginn am 12. Mai 1914 begehen: das Jubelfest des 25-jährigen Bestehens. Im Gasthaus “Rappen” in Weil der Stadt fanden sich 100 des inzwischen auf 119 Mitglieder angewachsenen Bezirksbienenzüchtervereins Leonberg ein und auch der Stadtschultheiß Beyerle gab sich die Ehre. “Über 2000 Bienenvölker werden derzeit von 119 Züchtern bewirtschaftet”, lobte der Vorstand. Knapp war der Zucker zur Wintereinfütterung und so sah es ein Jahr später recht trostlos aus. “Der Bundesrat genehmigte 5 kg vergällten Zucker für ein Standvolk”, berichtete die Zeitung, “das Kilogramm zu 330 Pfennig.” Ein Pfund Honig im Kleinverkauf erbrachte im gleichen Jahr 1,50 Mark.


1917 – Magere Honigernte

“Die Honigernte sei mager ausgefallen”, berichtete die Zeitung, “nur einmal vom Heugras und Akazien habe man Honig ernten können, ganz ausgefallen seien Linden, Ackerbohnen, das Oehmdgras und der Wald”. Ein Teil des Honigs mußte abgeliefert werden. Und das Wachs war, mit Ausnahme von einem ¼ Pfund je Volk für den eigenen Gebrauch (Kunstwaben), beschlagnahmt worden. Auch reiche der von der Reichszuckerstelle zugewiesene vergällte Zucker für die Herbsteinfütterung nicht aus. “Die Zurücknahme der leeren Zuckersäcke durch die Zuckerfabrik erbrachte eine Rückvergütung von 300 Mark, davon sollen die Vertrauensmänner für überaus lästige Schreibereien eine Entschädigung von 2 % erhalten”, notierte Schriftführer J. G. Mayer. “Die lmkerzahl allerdings, die bei 181 im Verein läge, sei überaus befriedigend”.

Nach dem 1. Weltkrieg machten sich in Deutschand die Kriegsfolgen bemerkbar, galt es doch dem “Feindbund” Reparationen in Form von 75 000 Bienenvölkern zu leisten.


Unsaubere Honiggeschäfte

Zeitungsartikel vom 20. Mai 1924

Zeitungsartikel vom 20. Mai 1924 1924

Über “unsaubere Honiggeschäfte” beklagen sich die Bienenzüchter 1924, “eine totale Mißernte sei zu verzeichnen, der Pfundpreis des Honigs wurde auf 2 Mark festgesetzt, der Wachspreis auf das Doppelte und ein Schwarm koste 10 Mark”.
“Echter Bienenhonig aber ist, wie der edle Traubensaft eine Gottesgabe, welche durch kein Kunstprodukt ersetzt werden kann. Kein Kunstwein vermag einen schwächlichen Körper zu kräftigen, und in keinem Kunsthonig sind die heilkräftigen Stoffe vorhanden, welche wir am echten Bienenhonig so sehr schätzen”, mahnte Bienenzüchter Wolff auf der Frühjahrsversammlung am 20. Mai 1924 in Rutesheim.
“Der Honig ist nicht nur ein den Geschmack verbesserndes Genußmittel, sondern auch ein Wärme und Kraft erzeugendes Nahrungsmittel, in manchen Krankenfällen bringt Honig Besserung, ja oft sogar Heilung. Esset daher nur reinen Naturhonig und keine Schmiere von zweifelhafter Abstammung”.

Wer in jenen Jahren dachte, durch’s Imkern schnell zu Geld zu kommen, der ist enttäuscht worden. So verschwanden viele Jungimker wieder in der Versenkung.

Im Jahr 1929 gingen in Deutschland 90 000 Bienenvölker zugrunde. “Die Rentabilitätsfrage sei es, weswegen die Bienenzucht so zurückgegangen sei, Betriebskosten müßten gesenkt und weniger Systeme angestrebt werden. Amerika müsse das Vorbild sein, da gebe es nur zwei Systeme und nicht wie bei uns hunderte”, mahnte Oberlehrer Fischer in einem Vortrag über “Rationelle Bienenzucht” auf der Versammlung.
Und man glaubt es kaum, ein Problem war das gleiche wie 1889: “Zu wenig Beachtung wird auch den pollenspendenden Pflanzen geschenkt”, sagte Oberlehrer Fischer, “die Bienenweide muß durch Bepflanzung von Hängen und Ödland mit Pollen- und Nektarspendern verbessert werden. Ohne Honig keinen Zucker”.


Große Verluste in den 30iger Jahren

Traurige Ergebnisse aus dem vorangegangenen Jahr mußte Schreinermeister Ludwig Maisch aus Gerlingen auf der Frühjahrsversammlung 1932 bekanntgeben. “Große Verluste sind zu verzeichnen, die Bienenzucht ist in unserem Bezirk um 238 Völker ärmer geworden, das sind rund 14 Prozent. Die Verluste sind in erster Linie auf mangelhafte Einfütterung im Herbst zurückzuführen”, sagte Ludwig Maisch. “Es ist die Steuerschraube des Zucker, die sich so unliebsam auswirkt und auch der Winter war ein schlimmer Geselle und forderte viele Bienenopfer. Durch häufigen Temperaturwechsel sind die Völker unruhig geworden, haben ihr Nest verlassen und verpaßten dann den Anschluß an die Bienentraube”.

1931 erhielt der Vorstand Ludwig Maisch aus Gerlingen von der württembergischen Landwirtschaftkammer den 2. Preis für mustergültige Leistungen in der Bienenzucht.


Zweiter Weltkrieg und danach

Im Zweiten Weltkrieg sah es mit dem Futterzucker nicht rosig aus, dennoch sollten pro Volk im Jahr 1944 drei Kilogramm Honig abgeliefert werden. Große Mengen des abgelieferten Honigs verbrannten beim Transport nach Stuttgart und bei der Lagerung.

“Bei der Besetzung 1945 durch fremde Truppen, seien die Bienen im großen und ganzen unbehelligt geblieben”, kann man den spärlichen Berichten aus jenen turbulenten Tagen entnehmen.

Bahnhof-Restaurant in Leonberg

Bahnhof-Restaurant in Leonberg

Im Bahnhof-Restaurant in Leonberg trafen sich die Bienenzüchter erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 wieder zu einer Versammlung. “Weil im Herbst 1945 zur Einwinterung kein Zucker zur Verfügung stand, konnte der größte Teil der Bienenvölker nicht eingewintert werden”, berichtete Ludwig Maisch. Nur 40 Mitglieder nahmen an der Versammlung teil, außer Hausen, Schafhausen, Warmbronn und Weil der Stadt seien aber alle Ortschaften vertreten gewesen. Bereits ein Jahr später hatte sich die Lage etwas entspannt. “Die Zuckerversorgung im Herbst sei ausreichend gewesen und gerade noch zu rechten Zeit gekommen. Die Honigernte im allgemeinen war nicht befriedigend und durch schweres Hagelwetter in vielen Orten sogar ausgesprochen ungenügend”, schilderte Ludwig Maisch. “Gegen Ablieferung von fünf Pfund Honig steht für den Herbst wieder eine Zuckerlieferung von zwölf Pfund in Aussicht”, versprach der Vorstand und war erfreut über die 100 Bienenzüchter, die zur Frühjahrsversammlung gekommen waren.


Die 50er, 60er und 70er Jahre

In den 50er Jahren hatten die Imker mit dem starken Maikäferbefall zu kämpfen. Um der Maikäferplage Herr zu werden führte das Landwirtschaftsministerium große Spritzaktionen durch. Und es galt für die Imker Bienenvergiftungen zu vermeiden. Auch der Import von Auslandshonig stiegt stetig an. 1954 brach im Bezirk Leonberg die Faulbrut aus.

Ludwig Maisch aus Gerlingen (Vorstand von 1927-1956) wurde 1954 vom Deutschen Imkerbund zum Ehrenimkermeister ernannt. 1962 wurde er vom württ. Landesverband mit dem sogenannten Zeidelmännchen ausgezeichnet.

Am 19. April 1964 feierten dennoch 278 Mitglieder das 75 jährige Jubiläum des Vereins in der TSV-Halle in Eltingen. Im Jubiläumsjahr bestand die Vorstandschaft aus folgenden Mitgliedern:

1. Vorstand:Wilhelm Kogel Leonberg
2. Vorstand:Herrmann Böhmler Leonberg-Eltingen
Schriftführer:Helmut Böhmler Leonberg-Eltingen
Rechner:Friedrich Huissel Gerlingen

Beisitzer:
• Karl Seitter Friolzheim
• Ernst Dörrer Heimerdingen
• Adolf Schäfer Leonberg-Eltingen
• Josef Nowak Weil der Stadt

Mitte der 70er Jahre wurde die Varroa über einige Versuchsvölker der asiatischen Biene eingeschleppt. Sie verbreitete sich hier rasch und war in den 80ern schon fast überall vorhanden und ein großes Problem für die Imker. Ohne die Arbeit der Bieneninstitute und die Weitergabe der Versuchsergebnisse über die Vereine wäre die Honigbiene vermutlich schon Geschichte. Es war aber noch ein langer Weg bis man am Ende ein Konzept hatte, welches rückstandsfrei für Honig und Wachs funktionierte.


Die 80er Jahre

Dem Bezirksverein für Bienenzucht Leonberg wurde 1985 die Einrichtung einer Mutterstation für den Wahlkreis 5 zugesprochen. So haben die Bienenzüchter die Möglichkeit, mit hochwertigem Zuchtstoff gute Leistungsvölker aufzubauen.

Am 27. und 28. Mai 1989 wurde in der TSV-Halle in Eltingen das 100-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Der Verein hatte 248 Mitglieder, die 2716 Bienenvölker bewirtschaften. Gegenüber anderen Vereinen im Landesverband Württembergischer Imker verfügte der Bezirksverein für Bienenzucht Leonberg über sehr viele junge Vereinsmitglieder und gehörte zu den Vereinen mit dem niedrigsten Durchschnittsalter der Mitglieder.
Im Jubiläumsjahr bestand die Vorstandschaft aus folgenden Mitgliedern:

1. Vorstand:Helmut Böhmler Leonberg-Eltingen
2. Vorstand:Harald Müller Merklingen
Schriftführer:Helga Walter Weil der Stadt
Rechner:Hans Banhart Weissach


Beisitzer:
• Franz Lampeitl sen. Flacht
• Johann Winter Ditzingen
• Adolf Schäfer Leonberg-Eltingen
• Herman Buck Schafhausen
• Manfred Krusch Malmsheim


Die 90er Jahre bis heute

Grund zum Feiern war auch der 10. Oktober 1999, damals wurde des 110 jährige Vereinsjubiläum gefeiert.

Seit den 80er Jahren ging die Mitgliederzahl stetig zurück und erreichte einen historischen Tiefstand mit 176 Mitgliedern im Jahr 2001. Das war ein Rückgang um über 100 Mitglieder. Diese Tendenz war bei allen Vereinen in der Umgebung vorhanden. Die Erkenntnis, dass sich die Imkervereine in der Öffentlichkeit mehr zeigen müssen, wurde 2005 mit einer Jungimkerschulung nach einem neuen Konzept in die Tat umgesetzt. Das Plenum Heckengäu startet zusammen mit den Vereinen Böblingen, Calw, Herrenberg und Leonberg das Projekt „Gewinnung von Jungimker im Heckengäu“. Die Kosten für die Beute und das Volk wurde vom Plenum Heckengäu übernommen und Herr Gekeler übernahm die Leitung. Diese Maßnahme brachte am Ende gut 20 neue Mitglieder und die Erkenntnis, dass auf diesem Weg etwas zu bewegen ist.

Unser 125 jähriges Jubiläum feierten wir am 19. Oktober 2014 im Eltinger Hof in Leonberg.


Vorstände von 1889 bis heute

NameOrtvonbisJahre
Oberlehrer HoellPerouse188918923
G. NeippHeimerdingen189218942
Christoph MaischGerlingen1894190410
Cless "Zur Rose"Schöckingen190419106
Hauptlehrer HildebrandDitzingen191019177
Oberlehrer BurgerRutesheim1917192710
Ludwig MaischGerlingen1927195629
Wilhelm KogelLeonberg1956196812
Helmut BöhmlerLeonberg-Eltingen1968200032
Harald MüllerMerklingen2000

Quellennachweis:
  • Festschrift 75 Jahre Bezirksverein für Bienenzucht Leonberg e.V.
  • Festschrift 100 Jahre Bezirksverein für Bienenzucht Leonberg e.V.
  • Bienenpflege Jahrgänge 1893, 1894, 1907, 1908, 1953 und 1954

Auch möchten wir uns für die freundlicher Unterstützung zum Erstellen dieser Chronik bedanken bei:

  • Stadtarchiv Leonberg (Frau Gramm und Frau Schneider)
  • Stadtarchiv Weil der Stadt (Herr Sigloch)
  • Stadtarchiv Gerlingen (Frau Wagner)
  • Familie Maisch aus Gerlingen

Um diese Chronik zu vervollständigen, würden wir uns freuen, wenn uns von ehemaligen oder jetzigen Vereinsmitgliedern Material über die Vereinsgeschichte zur Verfügung gestellt werden könnte. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich jederzeit beim Vereinsvorstand melden.