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21. Oktober 2017
Mitgliederversammlung

Pünktlich um 19:00 Uhr begrüßte der 1. Vorstand Harald Müller im evangelischen Gemeindehaus in Eltingen 51 Mitglieder und Gäste, darunter auch einige Neuimker aus dem diesjährigen Kurs, zur zweiten  Mitgliederversammlung 2017.

Kurzbericht 2017 des 1. Vorstands Harald Müller

Der hohe Varroadruck 2016 zog im Winter 2016/17 auch hohe Völkerverluste nach sich. So war es Anfang 2017 für den Verein schwierig genügend Völker für den Neuimkerkurs 2017 zu stellen. Vielen Dank an alle Imker, die trotz dieser Widrigkeiten, dem Verein Bienenvölker zur Verfügung stellten.
Durch die wetterbedingte schlechte Befruchtung der Königinnen 2016 gab es im Laufe diesen Jahres viele Königinnenausfälle und teilweise auch einige drohnenbrütige Völker.

Die extreme Frostnacht am 20. April 2017 ließ auch die Imker um ihre Honigernte bangen. Die Aussicht auf Blütenhonig war nach dieser Nacht minimal.

Die Honigernte 2017 war sehr standortabhängig. Einige Imker konnten trotz des späten Frosts ihre gewohnte Menge an Honig ernten. Andere hatten dieses Jahr weniger bis fast gar keinen Honig ernten können.
Harald Müller stellte fest: „Der Blütenhonig 2017 hat durch den Ausfall der Obstblüte einen anderen, aber sehr interessanten Geschmack.“

Die Wetterkapriolen in den ersten 4 Monaten wirkte sich auch auf die Entwicklung der Völker aus. Durch die vielen Kälteeinbrüche wurde sie immer wieder ausgebremst. Üblicherweise wird das Umlarven Anfang Mai begonnen, dies war 2017 erst Mitte Mai möglich. Erstaunlicherweise erholten sich die Völker aber sehr schnell und entwickelten sich dann doch noch recht zügig.
Auch die Königinnen von 2017 profitierten von der nun positiven Entwicklung der Völker und konnten besser begattet werden als im vorherigen Jahr.

Ende Juli / Anfang August wäre der optimale Zeitpunkt für die Ameisensäurebehandlung gewesen. Die Waldtracht war Ende Juli früh beendet, daher ist eine anschließende Behandlung gut möglich gewesen.

Nach der Einwinterung sind die Völker nun stark und gut vorbereitet für den Winter.

Die Entwicklungsbedingungen für Mäuse waren 2017 ideal. Daher sollten zeitig die Mäusegitter angebracht werden. Eigentlich besteht die Gefahr eines Spechtschadens erst mit dem ersten Schneefall, aber es gibt leider jetzt schon die erste Meldung von Spechtschäden. Daher sollte auch zeitig an die Sicherungen vor Spechten gedacht werden.

Der Neuimkerkurs 2017 war mit 23 Teilnehmer gut besucht. Der Verein hat nun 2 Grundstücke (Silberberg und Rutesheim) gepachtet, an denen der Kurs durchgeführt werden konnte. Diese Grundstücke können nach Rückfrage aber auch von Mitglieder genutzt werden, um eventuell Bienenvölker „zwischenzulagern“.

Harald Müller bedankte sich bei Thomas Mayer, Volker Eisenhardt, Horst Reinhardt, Dieter Butzer und Bernhard Vogel für die Organisation und Durchführung des Kurses. Durch den Einsatz von Roland Schäuffele konnte auch das, bei Dehner Bienen in Billingsbach, bestellten Material rechtzeitig an die Kursteilnehmer ausgegeben werden.
Der diesjährige Kurs bestand aus ca. 18 Terminen. Schwärme gab es 2017, im Gegensatz zu 2015, nicht. Am 23. November wird der Abschluss des Kurses stattfinden. Mit der späteren Oxalsäure-Behandlung wird der Kurs dann abgeschlossen.

Für 2018 wird es eventuell einen Zuchtkurs geben.

Ehrungen

„Honig hält gesund und fit“ so kommentierte Adolf Schäfer aus Eltingen seine Ehrung zum 70-jährigen Vereinsjubiläum. Der 95-jährige war zu seiner aktiven Imkerzeit jahrelang Bienensachverständiger und erinnerte auch daran, dass es damals das Thema Bienenzucht noch nicht gab. Vermehrt wurde über die Schwarmimkerei,  auch heute noch ist er an der Imkerei sehr interessiert.

Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum wurde Horst Breitkreuz aus Heimsheim geehrt. Karl Mouris aus Perouse und Richhard Malik aus Renningen können auf 25 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken.

Lange aber nicht langweilig

war der Vortrag von Harald Mössner, Referent des Landesverbandes, zum Thema Bienenzucht und Aufzucht von Bienenköniginnen.
Unter den Imkern betreiben etwa 0,6% auch die Bienenzucht. Der Begriff Zucht ist in der Gesellschaft eher negativ besetzt. Da durch die Eingriffe des Bienenzüchters die Fortpflanzung kontrolliert wird und eine künstliche Auslese stattfindet. Doch die Honigbiene ist ein Wildtier und kann daher nur sehr bedingt beeinflusst werden. Durch die Varroamilbe würde heute kein Bienenvolk mehr länger als 1-2 Jahre in der freien Wildbahn selbständig überleben können. Daher ist die Arbeit der Bienenzüchter und Imker sehr wichtig.
Weiter konnte man wertvolle Informationen über künstliche Besamung, Standbegattung, Umlarven und Königinnen-Aufzucht erfahren.

 

 

Oktober 2017 Honigkurs

Am 05. und 12. Oktober veranstaltete der Verein in erster Linie für seine Mitglieder und Neuimker im Glemshof Eltingen einen Honigkurs. Mit 40 Teilnehmer war der Kurs sehr gut besucht. Als Referent konnte Dr. Dr. Helmut Horn, Honigobmann des Landesverbandes, gewonnen werden. In anschaulicher und unterhaltsamer Weise informierte er die Kursteilnehmer über die Gewinnung, Pflege, Lagerung und Vermarktung von Honig.

20. August 2017 Imkerlehrfahrt

Pünktlich um 8:00 Uhr startete der Bus von unserem Treffpunkt in Renningen am S-Bahnhof zur diesjährigen Lehrfahrt nach Unterfranken. Die Befürchtungen, zwecks des Termins mitten in den Sommerferien, hatten sich nicht bestätigt. Unser Vorstand Harald Müller begrüßte 43 Mitglieder und war erfreut über den fast ganz gefüllten Bus.

Nach einer Stunde regen Austausch von imkerlichen Themen im Bus, legten wir an der Autobahnraststätte Jagsttal eine kurze Pause ein. Bei sonnigen 17 Grad konnte man sich die Füße vertreten und sich mit einer Brezeln stärken.

Gegen 10:00 Uhr erreichten wir unser erstes Ziel die „Papiermühle Homburg“. Das Museum bot uns einen lehrreichen und lebendigen Einblick in das Leben und Arbeiten der Papiermacherfamilie Follmer. Besonders beeindruckend waren die technischen Anlagen in den Produktionsräumen der Mühle, welche noch komplett erhalten sind.

Nach einem kurzen Spaziergang durch das idylische Winzerdorf Homburg am Main trafen wir im Landgasthof Wolzenkeller ein. Leider lag der Aussenbereich im Schatten und der leichte zugige Wind sorgte dafür, dass die im Bus zurückgelassenen Jacken trotz der Sonne benötigt wurden.

Gestärkt und vollzählig starteten wir mit dem Bus in den Nachbarort Triefenstein-Lengfurt. Nach kurzer Fahrt durch enge Strassen erreichten wir die Imkerei Heiser. Im Anschluß an die Begrüßung durch Dorothea Heiser durften wir eine ausführliche Führung durch den professionellen Familienbetrieb der Berufsimkerei Heiser erleben.

Gruppenbild mit Dorothea Heiser

Kompetent und unterhaltsam führte uns Dorothea Heiser von der Schreinerei über den Schleuderraum bis in den Abfüllraum. Anschaulich erläuterte sie die Philosophie des Familienbetriebs und vermittelte uns interessante Eindrücke von den Abläufen und der Betriebsweise. Sie gewährte uns Einblicke in die Gelee Royal Produktion, ein Bienenprodukt dessen Gewinnung mit einem extrem hohen Aufwand verbunden ist. Die Imkerei Heiser ist bei Quantität und Qualität in der Gelee Royal Gewinnung einzigartig in Deutschland. Anschließend lud uns die Familie Heiser noch in ihren Hofladen zur Verkostung der besonders cremigen Honige in Spitzenqualität ein. Viele Infos und Hintergrundinformationen konnten wir mitnehmen, nochmals vielen Dank an die Familie Heiser für diesen gelungen Nachmittag.

Voller neuer Eindrücke traten wir gegen 16:30 Uhr die Heimreise an. Kurz vor unserem letzten Zwischenstopp wurde unser Bus beim Jagsttal durch einen Stau gestoppt. Daher erreichten wir unser letztes Ziel, den Reiterhof Unger Mühle in Obersulm-Weiler, mit 1 ½ stündiger Verspätung erst um 19:30 Uhr.

Zufrieden und müde stiegen alle erneut in den Bus, welcher gegen 22:00 Uhr wieder im Renninger S-Bahnhof eintraf. Ein gelungener Ausflug ging zu Ende.

23. Juni 2017
Monatsversammlung

Trotz der tropischen Temperaturen in den letzten Tagen trafen sich ca. 20 Mitglieder im Glemshof in Eltingen. In geselliger Runde wurde unter anderem über die folgenden Themen informiert und diskutiert:

27. Mai 2017 Waldbegehung

Am Samstag, den 27. Mai trafen sich 40 Mitglieder bei bestem Wetter am Segelflugplatz in Malmsheim.

Wie jedes Jahr waren wir gespannt, wie die Lauspopulation auf der Fichte und der Tanne vorangeschritten ist. Die Führung durch den Malmsheimer Wald leitete unser Vereinsmitglied und Waldtrachtexperte Dieter Butzer.

Trotz intensivem Suchen auf den Maitrieben der Fichten, konnten nur einige Kolonien der Fichtenrindenlaus entdeckt werden. Beim Abklopfen der Tannen sah das Ergebnis noch ernüchternder aus. Wir fanden nur eine grüne Tannenhoniglaus (Cinara pectinatae). Für eine Tracht von der Tannenhoniglaus müssten ca. 60 Tiere pro Quadratmeter vorhanden sein. Auf dem aufgespannten Tuch vom Dieter mit 0,6 x 0,6 m müssten also ca. 20 Läuse gezählt werden.

Warten wir ab, wie sich die Dinge entwickeln werden. Oder nach Dr. Liebigs Worten; „Wer beobachtet weiß mehr“.

29. April 2017
Praxisvormittag bei Hermann Buck

Über den Dächern von Schafhausen staunten die die Schafe nicht schlecht über den plötzlichen Trubel am Bienenstand von Hermann Buck.

Verständlich und sehr amüsant demonstrierte er den 30 Vereinsmitglieder und Neuimker die Themen Ablegerbildung mittels eines Sauglings, Sammelbrutableger, Schwarmkontrolle und Ameisensäurebehandlung mit dem Schwammtuch.

Eine schematische Darstellung zur Bildung eines Sauglings ist hier zufinden.

Der Sammelbrutableger wird aus 7-8 Brutwaben von verschiedenen Völker erstellt. Die Brutwaben werden 24 Stunden vorher über die Sauglingsmethode (siehe oben) in den Honigraum gehängt. Damit im Sammelbrutableger bis zum Einsetzen des Königinnenzuchtrahmen nicht schon Weiselzellen gebildet werden, kann man diesen für 10 Tage über ein Absperrgitter auf einem weiselrichtigen Volk zwischen parken.

Vorsicht beim Weiselzellen brechen bei der Schwarmkontrolle!
2-3 Weiselzellen deuten noch nicht auf eine Schwarmstimmung im Volk hin, dies könnte auch eine stille Umweislung sein. Zu beachten sind auch der Zustand des Drohnenbrutrahmen und das Vorhandensein von Stiften (frischgelegte Eier der Königin).
Ist der Drohnenbrutrahmen gut ausgebaut und bestiftet, befindet sich das Volk nicht in Schwarmstimmung. Eine Königin die schwärmen will stellt die Eiablage ein, daher sind bei Schwarmstimmung auch fast keine Stifte mehr im Volk zu finden.
Bei 4 und mehr Weiselzellen, einem wenig ausgebauten Drohnenbrutrahmen und fast keinen Stiften (frischgelegte Eier der Königin) mehr im Volk, befindet sich dieses in Schwarmstimmung.

Daher vor dem Brechen von Weiselzellen erst einmal einen Gesamtüberblick verschaffen!

Zur Schwarmverhinderung kann auch ein Flugling erstellt werden, eine schematische Darstellung ist hier zufinden.

18. März 2017
Mitgliederversammlung

Gut gefüllt war der große Saal im Gemeindehaus Eltingen. Außer den langjährigen Mitgliedern konnten auch einige Teilnehmer des diesjährigen Neuimkerkurses begrüßt werden.

Nach einem kurzen Rückblick auf 2016 ging der 1. Vorstand Harald Müller auf die aktuelle Situation ein. Wie schon befürchtet gibt es, durch den hohen Varroadruck im Spätsommer 2016, im Frühjahr 2017 hohe Völkerverluste. Unbedingt sind nun die Futtervorräte im Auge zu behalten. Die Völker sind bereits voll im Brutgeschäft und benötigen daher deutlich mehr Futter wie in den vergangenen 2 Monaten des Jahres.

Anschließend trug unser Rechner Volker Eisenhardt seinen positiven Kassenbericht vor.

Aktuelle Zahlen zum BV Leonberg
Stand: 01.01.2017

  • 228 Mitglieder
  • Frauenanteil fast 15%
  • Durchschnittsalter 59 Jahre
  • Zahl der Bienenvölker: 1837

Der Abwärtstrend aus den letzten Jahren hat sich gewandelt. Gegenüber 2015 hatten wir 2016 einen Anstieg um 0,35 Völker pro Mitglied. Das ergibt einen Durchschnitt von 8,05 Völker. Wir liegen nun wieder über 8. Das entspricht der allgemeinen Situation, die Völkerzahlen im Land nehmen wieder zu. Der aktuelle Bundesdurchschnitt liegt zur Zeit bei 7,3 Völker pro Imker / Imkerin.

Der Bericht der Kassenprüfer wurde von Harald Dinkel vorgetragen. Welcher auch die Entlastung des gesamten Vorstands durchführte.

Nach einer kurzen Pause begann der sehr informative Vortrag zum Thema „Bienenwachs und eigener Wachskreislauf“ von Daniel Pfauth. Er betreibt im Jagsttal seine Imkerei mit derzeit 200 Völker. Hier gehts zur Homepage von Daniel Pfauth, auf der sich auch seine erwähnte Masterarbeit zum Thema „Brutfreie Phasen im Bienenvolk durch Sperren der Königin“ befindet.

www.jagsttalimkerei.de

24. Februar 2017
Monatsversammlung

Endlich gehts wieder los…

Circa 30 Mitglieder trafen sich zur ersten Monatsversammlung 2017 im Glemshof in Eltingen. Thomas Mayer stellte die wichtigsten Trachtbäume und Sträucher in ihrer ungefähren Blühreihenfolge vor. Anschließend wurde rege über die verschiedenen Trachten in unserer Gegend diskutiert.

Eine Übersicht zu den Trachtbäumen und Sträucher ist unter
Wissenwertes / Tracht zu finden.

08. Oktober 2016
Mitgliederversammlung

Im evangelischen Gemeindehaus in Eltingen  begrüßte der 1. Vorsitzende Harald Müller alle Anwesenden. In seinem Kurzbericht ging er auf die aktuellen Themen ein:

Das Bienenjahr 2016 war schwierig, durch das verregenete Frühjahr gab es wenig Blütenhonig. Auch die Waldhonigernte fiel regional sehr unterschiedlich aus. Durch den milden Winter 2015/16 verstärkte sich der Verdacht auf einen hohen Varroadruck im Spätsommer 2016. Dies mußte nun leider bestätigt werden.
Der Verein veranstaltet 2017 wieder einen Anfängerkurs. Die Informationsveranstaltung findet am 09. März 2017 im Glemshof in Eltingen statt.

Im Gedenken an die in diesem Jahr verstorbene Mitglieder Helmut Böhmler (Vorstand 1968-2000) und Heinz Braun legte die Versammlung eine Schweigeminute ein.

Für seine 40jährige Mitgliedschaft wurde Guenther Brunner aus Niefern-Öschelbronn geehrt. Er bedankte sich mit einem kurzem und unterhaltsamem Resümee über seine vergangenen 40 Imkerjahre.

Frau Bischof aus Langenbrettach stellt aus den Bienenprodukten von Günter Hartmann ihre handgemachte Naturkosmetik her. Sie hatte einige ihrer Produkte mitgebracht. Diese konnten in der Pause getestet und erworben werden.

Aus Möckmühl-Ruchsen war Günther Hartmann angereist und berichtete über seine Völkerführung mit mehreren Drohnenbrutrahmen. Je nach Situation hat er bis zu 6 Drohenbrutrahmen in einem zweiräumigen Volk mit Honigraum und kann damit die Völker in ihrer Entwicklung steuern. Bestifte ausgebaute Drohnenbrutrahmen setzt er zum Beispiel an die Ränder des Honigraums, um so eine bessere Luftzirkulation im Honigraum zu erreichen. Alle 2 Jahre findet in seiner Imkerei das Bienenfestle statt.

23. September 2016
Monatsversammlung

„Einräumige Betriebsweise und Naturwabenbau“ war das Thema für die Monatsversammlung im September.

Frau Holmgeirsson hat 2005 mit der Imkerei mit Zander (zweiräumige Betriebsweise) begonnen. Schon nach kurzer Zeit wechselte sie auf die einräumige Betriebsweise. Da mit Zander begonnen, bot es sich an, die einräumige Betriebsweise auf ZaDant zu betreiben. Somit konnten die schon vorhanden Böden, Deckel und Zargen (mit einem Adapterring) weiter benutzt werden. Durch den Umstieg auf Naturwabenbau hat sie eine Einsicht in die Schwarmstimmung des Volkes und benötigt daher keinen Drohnenbrutrahmen.

Weitere Details zur Betriebsweise der Heckengäu-Imkerei sind hier zufinden.

Volumenberechnung Dadant, Zander und Zadant

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